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Datum: Mai 24, 2022
Uhrzeit: 19:30
Ort: Barocksaal des Stadtmuseums
Vortrag

Dr. Harald Rosmanitz, Würzburg

Die Ausgrabungen im Alten Krankenhaus in Ingolstadt haben einen deutschlandweit bislang einzigartigen Fundkomplex zutage gefördert, der tiefe Einblicke in die Fertigung von Ofenkeramiken im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts gibt.

Der Ingolstädter Hafner schuf Motive, die in Süddeutschland für mehr als eine Generation die Dekore auf Kachelöfen maßgeblich bestimmten. Drehscheibe für die Platzierung der Produkte war die Messestadt Frankfurt am Main. Die Designentwürfe aus seiner Werkstatt wurden mit dem Schriftzug „INGOLSTAT“ versehen.

Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über den aktuellen Wissensstand zum Töpfereiabfall vom Alten Krankenhaus, dann stehen die Ingolstadt-Serie und deren politische und religiöse Wirkmächtigkeit im Mittelpunkt der Betrachtung.

Voranmeldung bitte über die Volkshochschule

Datum: Mai 3, 2022
Uhrzeit: 18:00
Ort: Barocksaal des Stadtmuseums
Vortrag

Dr. Gabriele Rasbach, Frankfurt

Das mährische Mušov ist bekannt durch ein reich ausgestattetes germanisches Fürstengrab, das dort in den frühen 1990er Jahren teilweise ausgegraben wurde.

Das Projekt der Römisch-Germanischen Kommission beschäftigt sich mit den Spuren der Markomannenkriege im Umfeld von Mušov. Der Vortrag zeigt die Entwicklung von einer Annäherung zwischen Germanen und Römern – sichtbar in den herausragenden Funden des Grabes – und den Kriegen der Jahre 166-180, die zu den blutigsten der römischen Geschichte zählen.

Voranmeldung bitte über die Volkshochschule

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Ort: Haus der Katholischen Kirche
Vortrag

Dr. Claudius Stein, Universität München

Aus Anlass des Universitätsjubiläums hat ein LMU-Team aus den Geschichts- und Kunstwissenschaften intensive Forschungen zur Ingolstädter Sammlungslandschaft angestellt. Im Zentrum stand dabei die Kunst- und Wunderkammer des Jesuiten Ferdinand Orban (1655–1732), die 1773 im Rahmen der Aufhebung des Jesuitenordens der Universität zufiel. Dr. Claudius Stein gibt ein Resümee der bisherigen Forschungsergebnisse und wird Perspektiven einer vertieften Beschäftigung mit der Sammlung Orban aufzeigen.

Datum: Oktober 27, 2021
Ort: Barocksaal des Stadtmuseums
Vortrag

Tobias Esch M.A., Manching

Unter dem spätantiken Kaiser Justinian I. (527–565 n. Chr.) brach eine Seuche aus, von der zeitgenössische Autoren ein fast schon apokalyptisches Bild zeichnen. Ihnen zufolge wirkte die sogenannte Justinianische Pest pandemisch, forderte zahllose Todesopfer und befiel Menschen jeglicher Konstitution sowie ungeachtet ihres Alters, Wohnsitzes und Standes.

Doch handelte es sich bei der Seuche wirklich um DIE Pest? Wo und wann brach sie zuerst aus und wie schnell konnte sie sich verbreiten? Auf welchem Weg gelangte sie nach Konstantinopel? Wie sind die historischen Berichte über die Opferzahlen zu bewerten? Welche Auswirkungen hatte die Pandemie? Und wie gingen die Menschen mit der tödlichen Gefahr um?

Der Vortrag gibt einen spannenden Überblick zur ersten Welle der Justinianischen Pest von 541 bis 543 n. Chr. und richtet den Fokus dabei vorrangig auf den östlichen Mittelmeerraum. Vorgestellt werden aber auch ausgewählte Gräberfelder in Bayern, die neue Erkenntnisse zur Seuche lieferten.
Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Voranmeldung per Email oder Telefon erforderlich!

Die Pest der Philister in Aschdod
Die Pest der Philister in Aschdod. Ölgemälde von Pieter van Halen, 1661

Datum: Dezember 10, 2020
Ort: Stadtmuseum Ingolstadt
Vortrag

Tobias Esch M.A. (kelten römer museum manching)

In der Regierungszeit des spätantiken Kaisers Justinian I. (527–565 n. Chr.) brach eine Seuche aus, von der zeitgenössische Autoren wie Prokop oder Johannes von Ephesos ein fast schon apokalyptisches Bild zeichnen. Ihnen zufolge wirkte die sogenannte Justinianische Pest pandemisch, forderte zahllose Todesopfer und befiel Menschen jeglicher Konstitution und ungeachtet ihres Alters, Wohnsitzes und Standes. Sogar Justinian erkrankte so schwer, dass Gerüchte über seinen Tod die Runde machten.

Doch handelte es sich bei der Seuche wirklich um DIE Pest? Wo und wann brach sie zuerst aus und wie schnell konnte sie sich verbreiten? Auf welchem Weg gelangte sie nach Konstantinopel? Wie sind die historischen Berichte über die Opferzahlen zu bewerten? Welche Auswirkungen hatte die Pandemie? Und wie gingen die Menschen mit der tödlichen Gefahr um?

Tobias Esch gibt in seinem Vortrag einen spannenden Überblick zur ersten Welle der Justinianischen Pest in den Jahren 541 bis 543 n. Chr. und richtet den Fokus dabei vorrangig auf den östlichen Mittelmeerraum. Vorgestellt werden aber auch ausgewählte Gräberfelder in Bayern, die neue Erkenntnisse zur Seuche lieferten.