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Datum: 2. Dezember 2025
Uhrzeit: 19:00
Ort: Barocksaal des Stadtmuseums
Vortrag

Dr. Harald Rosmanitz, Würzburg

Das digitale Projekt lässt mit Unterstützung der Sparkasse Ingolstadt-Eichstätt ein zentrales Ausstattungsstück der Wittelsbacherresidenz im 16. Jahrhundert wiedererstehen.

Datum: 18. November 2025
Uhrzeit: 18:00
Ort: Barocksaal des Stadtmuseums
Vortrag

Matthias Nicklaus M.A., Ingolstadt

Der Leiter des Stadtarchivs Ingolstadt, Matthias Nicklaus, möchte mit Ihnen beleuchten, wie der
Verlust von Daten und Informationen nicht nur die historische Forschung und Archivierung betrifft, sondern auch unser alltägliches Leben, und welche Maßnahmen wir ergreifen müssen, um unser digitales Erbe zu bewahren. Eine Veranstaltung des Zentrums Stadtgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Ingolstadt und der Volkshochschule Ingolstadt.

Eintritt frei

Datum: 6. November 2025
Uhrzeit: 18:00
Ort: Barocksaal des Stadtmuseums
Vortrag

Lutz Tietmann, Ingolstadt

Am 9. November 1938 wurde ausgelöst, was einen Tag später in Ingolstadt umgesetzt wurde: antisemitische Diskriminierung schlägt in offene Verfolgung um. Was geschah in Ingolstadt genau am 10. November, wer waren die Täter, Mitläufer, Nutznießer und Opfer? Wie verarbeitete die Stadtgesellschaft dieses Ereignis bis heute? Ist der 9. November ein deutscher „Schicksalstag“?

Datum: 15. Oktober 2025
Uhrzeit: 18:00
Ort: Barocksaal des Stadttheaters
Vortrag

Hermann Hage, Donaustauf

Im Jahr 1525 entstand die Täuferbewegung im Zuge der Reformation in der Schweiz. Auch in Bayern und damit auch in Ingolstadt wurde sie im 16. Jahrhundert von den Wittelsbacher Herzögen im Zuge der Gegenreformation unnachsichtig verfolgt und mit Gewalt im Keim erstickt. 200 Jahre später kamen mit den Amischen und den Mennoniten die Nachkommen dieser Täufer auf Einladung der Wittelsbacher wieder ins Land, wo ihnen nun religiöse Toleranz entgegengebracht wurde. Im Raum Ingolstadt entstanden kurz nach 1800 die Mennonitengemeinde Maxweiler und die bedeutende amische Gemeinde Ingolstadt-Neuburg. Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts formierte sich an der südöstlichen Stadtgrenze in Niederfeld aus Neusiedlern und Resten der amischen Gemeinde die heutige Evangelische Freikirche Mennonitengemeinde Ingolstadt.

Diese Gemeinden haben deutliche Spuren in der Religions-, Sozial- und Landwirtschaftsgeschichte der Region hinterlassen. Auch zeugen mehrere Straßennamen von den Ingolstädter Spuren der  500-jährigenGeschichte. Nach einer Einführung in grundlegende Elemente der täuferischen Glaubensüberzeugungen zeichnet der Vortrag die wesentlichen Züge der amischen und mennonitischen Geschichte im Raum Ingolstadt im 19. Und 20. Jahrhundert nach.

Datum: 3. Juli 2025
Uhrzeit: 18:00
Ort: Barocksaal des Stadtmuseums
Vortrag

Melanie Zobl M.A., Friedberg

Eine wichtige Ausgrabung im Süden der Ingolstädter Altstadt fand weitgehend ohne öffentliche Wahrnehmung statt. Die Ausgräberin fasst die Ergebnisse dieser Untersuchungen erstmals zusammen.

Datum: 25. Juni 2025
Uhrzeit: 18:00
Ort: NEU: Refektorium des Franziskanerklosters
Vortrag

Dr. Marianne Stößl München

Die „Schuttermutter“ ist das einzige Marienbild Ingolstadts, das eine Wallfahrt ausgelöst hat. Der Kult ist verknüpft mit einer gegen 1700 aufkommenden Frevellegende, die das zeitlose Feindbild-Stereotyp der Judentäterschaft kolportiert. Welche Ursachen hatte der Antijudaismus in Ingolstadt und wie wurde der Kult in der frühen Neuzeit medial befeuert bis hin zum Bau eines Meisterwerkes der europäischen Sakralarchitektur?

Dr. phil Marianne Stößl, Kulturhistorikerin, war von 1989–2016 Oberkonservatorin am Bayerischen Nationalmuseum München.

Eine Veranstaltung des Historischen Vereins

Datum: 5. Juni 2025
Uhrzeit: 18:00
Ort: Barocksaal des Stadtmuseums
Vortrag

Dr. Ursula Schneider, Dr. Annette Steinsiek, Innsbruck

Die Autorin Paula Schlier (1899–1977) lebte von 1913–1921 in Ingolstadt. In ihrem Erstlingswerk von 1926 schildert sie ihre Zeit als Lazarettschwester im 1. Weltkrieg und die ersten schwierigen
Jahre der Republik. Dazu gehört ihre investigative Reportage über den Hitler-Putsch 1923 – sie hatte sich als Sekretärin in die NSDAP eingeschleust. Während der NS-Zeit Psychiatrie, Flucht und Versteck.

Dr. Ursula Schneider und Dr. Annette Steinsiek sind Mitarbeiterinnen am Forschungsinstitut Brenner- Archiv der Universität Innsbruck

Eine Veranstaltung des Historischen Vereins

Datum: 21. Mai 2025
Uhrzeit: 18:00
Ort: Barocksaal des Stadtmuseums
Vortrag

Dr. Josef Seger, Ingolstadt

Der Aufstand der Bauern erlebt 1525, nach vielen Jahren und Jahrzehnten der Klagen, Bittschriften und Forderungen, seinen Höhepunkt. Greding und die Gegend um Thalmässing waren die Zentren des Aufstandes, Ingolstadt der Eckpfeiler der Verteidigung des Herzogtums Bayern. Der Vortrag erläutert die politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen, die Ursachen des Aufstands, seinen Verlauf sowie die Folgen für die geschlagenen Bauern.

Dr. Josef Seger, Ingolstadt, ist Autor des Buches „Der Bauernkrieg im Hochstift Eichstätt“

Eine Veranstaltung des Historischen Vereins

Darstellung des Mässinger Haufens auf dem Hofberg bei Obermässing (Seger 1997 nach Staatsarchiv Nürnberg)
Darstellung des Mässinger Haufens auf dem Hofberg
bei Obermässing
(Seger 1997 nach Staatsarchiv Nürnberg)

Datum: 29. April 2025
Uhrzeit: 18:00
Ort: Barocksaal des Stadtmuseums
Vortrag

Dr. Martin Grünewald, Leiter des Referats für Prospektions- und Grabungsmethodik, RGK Frankfurt/Main

An Donau und Rhein waren Personen nie zuvor so mobil wie zur Römerzeit. Durch das Fortbestehen der betreffenden antiken Neuansiedlungen prägt die damalige Migration unsere Gesellschaft bis heute. Fallbeispiele für militärisch bedingte Massenmigration, Mobilität durch Handel und andere Gewerbe sowie religiös motiviertes Reisen geben ein vielfältiges Bild über das Leben in der Römerzeit nördlich der Alpen.

Zu Mobilität und Migration geben innerhalb der Altertumswissenschaften Epigraphik und Alte Geschichte schlaglichtartig wichtige Einblicke. Eine ungleich größere Basis wird durch den Umfang materieller Quellen und den stärkeren Austausch mit den Naturwissenschaften seitens der Archäologie – wie am Fallbeispiel des römischen Gräberfelds von Günzburg – eröffnet. Die Archäologie stellt zudem als einzige Disziplin eine Langzeitperspektive zu dem Thema bereit, das den Menschen von Anbeginn bewegt.

Rekonstruktion von Wrack 1 von Oberstimm vor der Frankfurter Skyline Bildquelle: roemerschiffe.de
Rekonstruktion von Wrack 1 von Oberstimm vor der
Frankfurter Skyline
Bildquelle: roemerschiffe.de